Natürlich Reisen Logo
Namibia - Rundreisen
Abrisskante

Namibia Safari Guide: Wildtiere beobachten

Der Insider-Guide

Wildtiere in Namibia beobachten

Lebensräume und Sichtungschancen – der Guide für Safarireisende

Reisende mit Safari-Hut beobachtet Zebras in Namibia
Inhaltlicher Fokus

Warum dieser Guide

Namibia gehört zu den besten Safaridestinationen der Welt und ist zugleich eines der am meisten unterschätzten Reiseziele des Kontinents.

Wenn Sie aus den Beobachtungsregionen eine konkrete Reise entwickeln möchten, starten Sie am besten mit unseren Namibia Safari Reisen. Je nach Reisestil passen außerdem Namibia Gruppenreisen mit geführter Planung oder Namibia Individualreisen mit privater Route und mehr Flexibilität.

Dieser Guide zeigt, wo Elefant, Löwe, Leopard, Büffel und Nashorn wirklich leben, wann die Sichtungschancen am höchsten sind und welche Regionen sich abseits der bekannten Routen lohnen. Im Mittelpunkt stehen die sechs wichtigsten Wildtierregionen des Landes, ein Tierarten-Guide zu den Big Five, ein visueller Saisonkalender sowie ein detaillierter Blick auf Namibias Wasserlöcher – die eigentlichen Bühnen der Wildtierbeobachtung.

Warum Namibia für Wildtierbeobachtung einzigartig ist

Namibia zählt zu den außergewöhnlichsten Safari-Destinationen Afrikas. Das Land verfügt über 20 staatliche Schutzgebiete, die rund 17 Prozent der Landesfläche umfassen. Gemeinsam mit kommunalen Conservancies und privaten Schutzgebieten steht heute ein erheblicher Teil des Landes unter Conservation-Management – damit gehört Namibia weltweit zu den Vorreitern im Naturschutz.

Giraffe und Zebras am Wasserloch
20
staatliche Schutzgebiete
17 %
der Landesfläche geschützt
217
Säugetierarten
644
Vogelarten
01Hotspots

Wildtier-Hotspots im Überblick

Namibia vereint riesige Salzpfannen, trockene Wüstenlandschaften, wasserreiche Flussgebiete und abgelegene Küstenregionen. Wir stellen sechs Gebiete vor, die unterschiedlicher kaum sein könnten – entdecken Sie diese außergewöhnlichen Wildtier-Hotspots in all ihrer Vielfalt.

Etosha National Park

Im Norden Namibias und einer der bekanntesten Nationalparks Afrikas. Herzstück ist die riesige Etosha-Salzpfanne, die aus dem Weltraum sichtbar ist. Die zahlreichen Wasserlöcher machen Etosha zu einem der besten Gebiete Afrikas für Tierbeobachtungen – bekannt vor allem für seine bedeutenden Nashornbestände. Häufig: Elefant, Löwe, Leopard, Spitzmaulnashorn, Giraffe, Zebra, Oryx u. v. m. sowie über 340 Vogelarten.

Für eine Reise mit starkem Etosha-Fokus passt zum Beispiel die Route TIERREICH NAMIBIA; wer Etosha in eine Mietwagenroute einbauen möchte, findet mit ETOSHA HORIZONTE eine passende Beispielreise.

Landschaft im Etosha-Nationalpark

Damaraland

Felsformationen im Damaraland

Im Nordwesten – eine der trockensten und ursprünglichsten Regionen des Landes mit zerklüfteten Gebirgen, Tafelbergen und saisonalen Flussläufen. Eines der wichtigsten Rückzugsgebiete für wüstenangepasste Großsäuger, bekannt für Wüstenelefanten und Spitzmaulnashörner. Tierbeobachtung oft in freier Wildbahn, auch abseits klassischer Nationalparks.

Caprivi (Sambesi-Region)

Der nordöstliche Ausläufer Namibias – im Gegensatz zum trockenen Rest des Landes von dauerhaften Flüssen, Feuchtgebieten und dichtem Pflanzenwuchs geprägt. Durch die hohe Wasserverfügbarkeit eine der artenreichsten Wildtierregionen Namibias. Hier leben Elefanten, Büffel, Flusspferde, Krokodile, Löwen, Leoparden, Wildhunde und seltene Antilopenarten.

Elefanten am Fluss der Sambesi-Region

Kaokoveld

Himba im Kaokoveld

Im äußersten Nordwesten – eine der abgelegensten und am dünnsten besiedelten Regionen Afrikas. Savannen, sandige Ebenen, Gebirge und saisonale Flusstäler; der Kunene-Fluss ist eine wichtige Lebensader. Ein bedeutendes Refugium für wüstenangepasste Arten: Wüstenelefanten, Wüstenlöwen, Giraffen, Oryx, Bergzebras, Spitzmaulnashörner.

Skeleton Coast National Park

Entlang der Atlantikküste – rund 500 km Küstenregion aus Nebel, kalten Meeresströmungen, Dünen und rauer Landschaft. Die Kombination aus Wüste und Ozean schafft einen außergewöhnlichen Lebensraum. Kein Touristen-Hotspot, dafür ein echter Geheimtipp: Wüstenelefanten, Wüstenlöwen, Oryx, Schabrackenhyänen und große Kolonien von Kap-Pelzrobben.

Felsküste der Skeleton Coast

Waterberg Plateau National Park

Waterberg-Plateau

In Zentralnamibia nahe Otjiwarongo – ein markantes Sandsteinplateau, umgeben von Savannen und Schutzgebieten für bedrohte Tierarten. Seit den 1970er-Jahren Schutz- und Wiederansiedlungszentrum für seltene Arten. Hier leben Geparden, Leoparden, Greifvögel und wiederangesiedelte Wildtiere; gute Voraussetzungen für Raubtier- und Vogelbeobachtung.

Die sechs wichtigsten Wildtierregionen Namibias im Überblick.
02Big Five

Tierarten-Guide: Die großen Fünf

Elefant, Löwe, Leopard, Nashorn und Büffel – ursprünglich die fünf zu Fuß am schwersten zu verfolgenden Arten, heute Inbegriff der beeindruckendsten Wildtierbegegnungen Afrikas. Die Chancen sind je nach Region und Jahreszeit sehr verschieden.

Hier sind die Big Five zu Hause

Lebensraum, Verhalten und beste Sichtungsregionen der Big Five
TierartLebensraumVerhaltenBeste SichtungsregionTipps für die Sichtung
ElefantSavannen, Buschland, Flusslandschaften und trockene WüstenregionenLeben in Familienverbänden, legen große Strecken zwischen Wasser und Nahrung zurück; Wüstenelefanten an extreme Trockenheit angepasstEtosha, Damaraland, Kaokoveld, Sambesi-RegionBesonders gute Chancen an Wasserlöchern in Etosha und entlang trockener Flussläufe
LöweSavannen, Buschland und trockene HalbwüstenSozial lebender Spitzenprädator; aktiv vor allem in den kühleren Tageszeiten und nachtsEtosha, Damaraland, KaokoveldFrühmorgens und am Abend am größten; Wasserlöcher in Etosha sehr aussichtsreich
LeopardBuschland, felsige Gebiete, Savannen und bewaldete RegionenEinzelgängerisch, überwiegend nacht- bzw. dämmerungsaktiv; schwer zu beobachtenEtosha (Okaukuejo), Damaraland, Sambesi-Region, WaterbergSichtungen vorwiegend nachts bis in die frühen Morgenstunden oder in der Dämmerung
NashornTrockene Savannen- und HalbwüstenlandschaftenÜberwiegend einzelgängerisch; Namibia ist ein wichtiges Rückzugsgebiet des SpitzmaulnashornsEtosha (Okaukuejo), DamaralandEtosha gilt als eines der besten Nashorngebiete Afrikas; in Damaraland geführte Trackings
BüffelFeuchtgebiete, Überschwemmungsebenen und Flusslandschaften mit dauerhaftem WasserHerdentier mit enger Bindung an Wasserquellen; große HerdenSambesi-Region (Caprivi)Beste Chancen in den Nationalparks Bwabwata, Mudumu und Nkasa Rupara

Quellen: ¹ MEFT, ² Natürlich Reisen, ³ African Wildlife Foundation, ⁴ Etosha National Park, ⁵ Namibia Experience, ⁶ Expert Africa.

Löwe
Löwe
Elefant
Elefant
Leopard
Leopard
Nashorn
Nashorn
Büffel
Büffel
Verbreitung der Big Five in Namibia – die farbigen Marker zeigen, in welchen Regionen die jeweilige Tierart am ehesten zu beobachten ist.
03Saisonkalender

Welche Tierart wann und wo am besten zu sehen ist

Kaum ein Land verändert sein Gesicht im Jahresverlauf so deutlich wie Namibia. In den trockenen Wintermonaten sammeln sich die Tiere an den wenigen verbliebenen Wasserstellen; mit den ersten Regenfällen verteilen sie sich über größere Gebiete und es beginnt die beste Zeit für Vogelbeobachter.

Wer möglichst viele Großtiere sehen möchte, findet zwischen Mai und Oktober meist die besten Bedingungen. Wer die grüne Seite Namibias und die Vogelwelt erleben möchte, sollte die Regenzeit nicht unterschätzen.
Saisonkalender: Beobachtungsschwerpunkte im Jahresverlauf
ZeitraumBeobachtungsschwerpunktBesonders geeignete Regionen
Januar – MärzRegenzeit. Tiere verteilen sich stärker, Großwild weniger konzentriert. Sehr gut für Vogelbeobachtung (Zugvögel).Sambesi-Region (Caprivi), Feuchtgebiete Nordnamibias
AprilÜbergangszeit. Vegetation noch grün, Tiere orientieren sich wieder an Wasserstellen.Etosha, Damaraland, Sambesi-Region
Mai – JuniBeginn der klassischen Safari-Saison. Wasser wird knapper, Tiere sammeln sich an Wasserlöchern.Etosha, Damaraland, Sambesi-Region (Caprivi)
Juli – AugustSehr gute Sichtungsbedingungen. Große Tierkonzentrationen an Wasserstellen.Etosha, Damaraland, Sambesi-Region (Caprivi)
September – OktoberHöhepunkt der Wildtierbeobachtung. Im Mudumu ziehen große Elefantenherden durch; Hauptzeit für Zugvögel.Etosha, Damaraland, Sambesi-Region (Caprivi)
November – DezemberBeginn der Regenzeit. Tiere verteilen sich, die Landschaft wird grüner, Vogelbeobachtung gewinnt.Sambesi-Region, Feuchtgebiete Nordnamibias

Beste Reisezeit für Großwild: Mai–Oktober (Trockenzeit).

Die besten Tageszeiten für Tierbeobachtung

Früher Morgen

Die kühleren Morgenstunden zählen zu den besten Zeiten. Wasserlöcher wie Klein Namutoni werden ausdrücklich dafür empfohlen.

Tagsüber

Auch in der Tageshitze bleiben Wasserlöcher wichtige Treffpunkte – vor allem für Zebras, Gnus, Springböcke und andere Pflanzenfresser.

Später Nachmittag und Abend

Mit sinkenden Temperaturen steigt die Aktivität wieder; mehrere Wasserlöcher in Etosha gelten in den Abendstunden als besonders ergiebig.

Nachts

Das beleuchtete Wasserloch von Okaukuejo ermöglicht Beobachtungen bis in die Nacht – besonders Nashörner, mit Glück auch Leoparden.

04Wasserlöcher

Die Bühne der Wildtiere

Wasser ist in Namibia überlebenswichtig und bestimmt, wo sich die Tiere aufhalten. Gerade in der Trockenzeit von Mai bis Oktober werden Wasserstellen zu den wichtigsten Treffpunkten – natürliche Bühnen, auf denen sich das Leben der Savanne fast von selbst entfaltet.

An den Wasserlöchern treffen Elefanten, Giraffen, Zebras, Antilopen und Nashörner aufeinander; oft erscheinen auch Löwen und Leoparden, die die Stellen als Beobachtungspunkte für ihren eigenen Speiseplan nutzen. Besonders Etosha ist für seine große Zahl an Wasserstellen bekannt – mehr als 30 verteilen sich entlang der wichtigsten Besuchergebiete.

Die wichtigsten Wasserlöcher im Etosha-Nationalpark

Okaukuejo – Das legendäre Nashorn-Wasserloch

Direkt am gleichnamigen Restcamp gelegen und nachts beleuchtet. Berühmt für regelmäßige Sichtungen von Spitzmaulnashörnern nach Einbruch der Dunkelheit; daneben werden hier regelmäßig Elefanten, Löwen, Giraffen, Zebras und Springböcke beobachtet.

Okaukuejo – Das legendäre Nashorn-Wasserloch
Nebrownii – Vielfalt auf engem Raum

Nebrownii – Vielfalt auf engem Raum

Eines der artenreichsten Wasserlöcher des Parks. Häufig erscheinen Zebras, Gnus, Oryx-Antilopen, Elefanten, Giraffen und Strauße; auch Löwen, Schakale und Nashörner – einer der vielversprechendsten Ansitzplätze.

Okondeka – Einer der besten Orte für Löwen

Am Rand der berühmten Etosha-Salzpfanne mit weitem Horizont. Die großen Katzen nutzen die offene Umgebung regelmäßig als Jagdgebiet; die Weite erleichtert die Beobachtung auch auf größere Entfernungen.

Okondeka – Einer der besten Orte für Löwen
Rietfontein – Elefanten und Vogelwelt

Rietfontein – Elefanten und Vogelwelt

Im zentralen Parkbereich; besonders häufig werden Elefantenherden beobachtet. Zugleich ein hervorragender Standort für Adler, Geier und weitere Greifvögel – einer der vielseitigsten Beobachtungsorte des Parks.

Klein Namutoni – Der Geheimtipp für Leoparden

Dichte Buschlandschaften und lichte Waldabschnitte bieten Deckung. Einer der interessantesten Orte für Leoparden, Hyänen und Spitzmaulnashörner; daneben Kudus, Impalas, Giraffen und Elefanten. Ideal früh morgens und vor Sonnenuntergang.

Klein Namutoni – Der Geheimtipp für Leoparden
Kalkheuwel – Das Wasserloch für Fotografen

Kalkheuwel – Das Wasserloch für Fotografen

Tiere kommen hier oft sehr nah heran – ideal für eindrucksvolle Aufnahmen. Regelmäßig Elefanten, Giraffen, Oryx und gelegentlich Leoparden; dazu Greifvögel als Fotomotive. Vor allem in der Trockenzeit einer der besten Fotospots.

Goas – Wenn Geduld belohnt wird

Einer der schönsten Aussichtspunkte des Parks mit idealem Licht morgens und am späten Nachmittag. Aussichtsreich für Leoparden sowie große Zebra- und Gnuherden – wer etwas länger ausharrt, wird oft mit eindrucksvollen Begegnungen belohnt.

Goas – Wenn Geduld belohnt wird

Die besten Beobachtungstipps auf einen Blick

Trockenzeit bietet die höchsten Erfolgschancen

Zwischen Mai und Oktober sammeln sich viele Tiere an den verbleibenden Wasserstellen.

Früh aufstehen lohnt sich

Viele Tierarten sind in den kühleren Morgenstunden besonders aktiv.

Beleuchtete Wasserlöcher für die Nacht

Besonders Okaukuejo ist für Nashornsichtungen nach Einbruch der Dunkelheit bekannt.

Auch die Abendstunden sind ergiebig

Das Licht ist weicher und die Aktivität vieler Tiere nimmt wieder zu.

Nicht nur auf Raubtiere achten

Begegnungen zwischen Elefanten, Antilopen, Giraffen und Vögeln zählen zu den eindrucksvollsten Erlebnissen.

Geduld schlägt Geschwindigkeit

An einem guten Wasserloch zu warten führt häufig zu besseren Beobachtungen als lange Strecken zurückzulegen.

05Geheimtipps

Insider-Geheimtipps

Nicht dort hinfahren, wo alle hinfahren – Namibias unterschätzte Wildtierregionen belohnen jene, die genauer hinschauen.

Mudumu National Park

Elefant, Büffel, Löwe, Leopard, Wildhund, Sitatunga, Rappenantilope. Entlang des Kwando-Flusses, einer der am wenigsten bekannten Parks Namibias; bemerkenswert die großen Elefantenwanderungen zwischen Angola, Botswana, Sambia und Namibia. Warum es sich lohnt: hohe Artenvielfalt, wenig Besucher und echte Wildnis.

Flusspferde im Mudumu-Nationalpark
Elefanten im Khaudum-Nationalpark

Khaudum National Park

Elefanten, Wildhunde, Geparden, Löwen, Leoparden. Weniger als 3.000 Besucher pro Jahr – zeitweise mehr Elefanten als Menschen. Warum es sich lohnt: Wer Afrikanische Wildhunde sehen möchte, findet hier deutlich bessere Chancen als in vielen bekannteren Safari-Gebieten.

Damaraland

Wüstenelefanten, Spitzmaulnashörner, Oryx. Die Wüstenelefanten bewegen sich entlang trockener Flusstäler wie Huab und Ugab. Warum es sich lohnt: Statt großer Herden einzelne, intensive Tierbeobachtungen in spektakulären Landschaften.

Wüstenelefanten im Damaraland
Im Gespräch

„Mein Happy Place ist Kanaan"

Anna Rothärmel mit einem jungen Pavian in der Wildtier-Auffangstation N/a'an ku sê in Namibia

Viele Reisende fahren nur nach Etosha. Wo haben Sie Begegnungen erlebt, die Sie in einem klassischen Nationalpark nie gehabt hätten?

„In N/a'an ku sê selbst. Die Auffangstation in der Nähe von Windhoek kümmert sich um verwaiste und verletzte Tiere mit dem Ziel, sie wieder auszuwildern. Gäste können dort – begleitet von Guides, denen die Tiere vertrauen – mit Pavianen spazieren gehen. In dieser Zeit toben und klettern sie: auf Bäume, gern aber auch auf Menschen. Ein Erlebnis, das mir bis heute ein Lächeln ins Gesicht zaubert."

„Mein Happy Place ist aber Kanaan, ein weiterer Standort von N/a'an ku sê, rund fünf Stunden südlich von Sossusvlei. Die unendliche Weite der Wüste, der Sternenhimmel und die Stille sind mit nichts zu vergleichen. Zu sehen gibt es vor allem Oryxantilopen, Springböcke, Strauße, Schabrackenschakale und Löffelhunde – und mit richtig viel Glück sogar Geparden oder Tüpfelhyänen."

Anna Rothärmel – freiberufliche Copywriterin und Autorin, war als Volunteer in der Wildtier-Auffangstation N/a'an ku sê aktiv

Strategie

Die meisten Safari-Gäste machen denselben Fehler

Warum weniger Wegstrecke oft mehr Tiere bedeutet: Viele Reisende verbringen den Großteil ihrer Safari im Auto – erfahrene Ranger verfolgen oft eine andere Strategie.

1 · Wasserloch auswählen2 · Motor ausschalten3 · Warten und beobachten

Vor allem während der Trockenzeit kommen die Tiere zwangsläufig zu den Wasserstellen. Die eindrucksvollsten Beobachtungen entstehen häufig nicht auf der Suche nach Tieren, sondern beim geduldigen Warten.

Die unterschätzte Reisezeit

Die Trockenzeit bietet die einfachsten Beobachtungen – trotzdem lohnt ein Blick auf die Green Season:

Grüne Landschaften

Sattes Grün statt staubiger Savannen.

Viele Jungtiere

Die Geburtszeit fällt in die grüne Saison.

Flamingos & Zugvögel

An der Etosha-Pfanne sammeln sich zahlreiche Vögel.

Außergewöhnliches Licht

Dramatische Lichtstimmungen nach Gewittern.

Weniger Besucher

Deutlich ruhiger als in der Hauptsaison.

Erfahrung aus erster Hand: Namibia zu Beginn der Regenzeit

„Ich war im Dezember in Namibia, also zu Beginn der Regenzeit und des namibischen Sommers – die Sonne war dennoch Dauergast. Regen und Gewitter gab es nur gelegentlich, meist nachmittags und nie von langer Dauer. In Etosha sah ich trotz Regenzeit viele Tiere an den Wasserlöchern, besonders am Okaukuejo-Wasserloch: Von Giraffen über Löwen bis zu Elefanten trafen sich alle auf einen Drink."

Ob die grünere Jahreszeit zu Ihrer Reise passt, zeigt der vertiefende Beitrag Namibia in der Regenzeit.

„In der Namib war es tagsüber teils über 40 °C heiß, nachts kühlte es auf einstellige Temperaturen ab – deshalb unbedingt viel Sonnenschutz und warme Kleidung einpacken. Doch egal, wann Sie nach Namibia reisen: Dieses Land wird Sie nie wieder loslassen!"

Anna Rothärmel, Autorin und ehemalige Volunteer in N/a'an ku sê

Ranger-Wissen

Tiere lesen wie ein Ranger

Was das Tierverhalten über die nächsten Minuten verrät.

Elefanten

Familiengruppen folgen häufig erfahrenen Leitkühen. Wer eine Herde beobachtet, sollte nicht nur die Tiere ansehen, sondern ihre Bewegungsrichtung verfolgen – oft verrät die Leitkuh früh, ob die Gruppe auf ein Wasserloch zusteuert.

Elefant
Löwe

Löwen

Löwen ruhen bis zu 20 Stunden täglich. Wer mittags stundenlang nach aktiven Löwen sucht, kämpft gegen die Biologie der Tiere. Die besten Chancen bestehen früh morgens, am Abend und in der Nacht.

Leoparden

Leoparden verbringen viel Zeit in Bäumen. Viele Sichtungen werden verpasst, weil Besucher nur auf den Boden schauen. In felsigen Regionen und entlang bewachsener Flussläufe lohnt sich der Blick nach oben.

Leopard
Nashorn

Nashörner

Nashörner sehen schlecht, hören und riechen jedoch hervorragend. Deshalb reagieren sie häufig früher auf Menschen als Menschen auf sie.

Der Tipp der Expertin: Madenhacker – die kleinen Alarmanlagen der Savanne

„Giraffen, Zebras und Nashörner ziehen alle Blicke auf sich. Gäste sollten aber auch die kleinen Vögel nicht außer Acht lassen, die auf diesen Tieren sitzen und sie von Zecken und Parasiten befreien: die Madenhacker. Auf dem Rücken der Tiere haben sie einen guten Rundumblick und bemerken Gefahren oft schneller. Wenn sie auf einmal wegfliegen und Geräusche von sich geben, ist wahrscheinlich ein Raubtier in der Nähe – also: Augen offenhalten!"

Anna Rothärmel, Autorin und ehemalige Volunteer in N/a'an ku sê

Packliste

Was wirklich in die Safari-Tasche gehört

Unverzichtbar

Fernglas

Das wichtigste Beobachtungswerkzeug.

Sonnenschutz

Hut, Sonnencreme, Sonnenbrille.

Leichte, lange Kleidung

Für heiße Tage und Schutz vor Sonne.

Ausreichend Wasser

Besonders in abgelegenen Regionen wie Kaokoveld oder Khaudum.

Warme Schicht

Für die kühlen Morgen- und Abendstunden.

Kamera / Teleobjektiv

Für größere Distanzen.

Häufig überschätzt

Überladene Fotoausrüstung

Mehr Technik bedeutet selten bessere Bilder.

Minutengenaue Tagesprogramme

Wildtiere halten sich nicht an Zeitpläne.

Ständiges Wechseln der Beobachtungsorte

Geduld an einem guten Ort schlägt Hektik.

Viele erfahrene Safari-Guides setzen stattdessen auf Geduld, Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, Landschaft und Tierverhalten zu lesen.
Quellen

Namibia Safari

Wenn Tierbeobachtung der Schwerpunkt Ihrer Reise ist, führt der nächste Schritt zu unseren Namibia Safari Reisen und passenden Beispielrouten wie TIERREICH NAMIBIA.

Namibia Gruppenreisen

Wer Safarierlebnisse, Etosha und Naturbeobachtung gern organisiert und begleitet erlebt, findet passende Optionen bei den Namibia Gruppenreisen.

Namibia Individualreisen

Wenn Reisezeit, Komfort, Lodges und Tempo individuell abgestimmt werden sollen, sind Namibia Individualreisen der stimmigere Einstieg.

Quellenverzeichnis

Quellen: Ministry of Environment, Forestry and Tourism Namibia (MEFT); Natürlich Reisen – Reiseblog Namibia; African Wildlife Foundation (Big Five); Etosha National Park (u. a. Wasserlöcher); Namibia Experience – Places to visit; Expert Africa – Wildlife.

NATÜRLICH REISEN

NATÜRLICH REISEN · Luxus Natur

Der Insider-Guide: Wildtiere in Namibia beobachten — Lebensräume und Sichtungschancen für Safarireisende.

Unsere Beiträge in:

Hamburger Abendblatt Süddeutsche Zeitung Frankfurter Rundschau
ProvenExpert Empfehlung