4,65 / Sehr gut (817 Bewertungen auf ProvenExpert.com)
Natürlich Reisen Logo
Morgennebel über dem Regenwald des Bwindi-Nationalparks in Uganda
25. Oktober 2011 · Bwindi, Uganda

Die Begegnung, die mein Leben veränderte

Am 25. Oktober 2011 wusste ich noch nicht, dass eine einzige Stunde bei den Berggorillas meinen Blick auf das Reisen verändern würde – und damit meinen ganzen Lebensweg.

5:30 UhrMein Wecker klingelt. Noch weiß ich nicht, wie dieser Tag enden wird.
3 WochenOstafrika liegen hinter mir – voller Schönheit, aber auch voller Fragen.
1 Stundeverbringe ich am Rand einer Berggorilla-Familie im Bwindi-Nationalpark.
1 EntschlussIch möchte Reisen entwickeln, die berühren und zugleich etwas bewirken.
Jan Wittwer, Gründer von Natürlich Reisen
Jan Wittwer · Gründer

Von mir persönlich erzählt

Reisen war mein Beruf. Aber war es auch schon meine Aufgabe?

Ich liebte es, Reisen zu entwickeln. Und trotzdem haderte ich im Herbst 2011 immer wieder mit meinem Beruf.

Nach drei Wochen in Ostafrika war ich voller Eindrücke – und voller Fragen. Ich hatte faszinierende Naturräume, wilde Tiere und spannende Kulturen erlebt. Aber ich war auch Armut, Wilderei und Konflikten begegnet. Diese Gegensätze ließen mich nicht los.

Was machte ich eigentlich anders als die großen Veranstalter, die Reisen wie ein Konsumgut für möglichst viele Menschen produzierten? Ich spürte, dass Reisen für mich mehr bedeuten musste. Die Antwort fand ich nicht in einem Büro. Sie wartete im Regenwald Ugandas.

Jan WittwerGründer & Geschäftsführer von Natürlich Reisen
5:30 Uhr · Mein Wecker klingelt

25. Oktober 2011

Ich weiß für einen Moment nicht, wo ich bin.

Dann fällt es mir wieder ein – und ich springe aus dem Bett. Ich bin an einem großartigen Ort. Und heute ist ein ganz besonderer Tag: Ich soll den Berggorillas begegnen.

Um acht Uhr lichtet sich langsam der Nebel über dem Bwindi-Nationalpark. Die ersten Sonnenstrahlen fallen durch das Grün. Mit zwei Kollegen – einem Österreicher und einer Italienerin –, Rangern und Trägern breche ich auf.

Wir schlagen uns durch den Regenwald, über Höhen und Tiefen. Mal ist der Weg beschwerlich, dann wieder atemberaubend schön. So wie das Leben nun einmal ist. Fast lässt mich diese Wanderung vergessen, weshalb wir überhaupt hier sind.

Nach etwa drei Stunden bleiben wir plötzlich stehen. Ein Ranger fordert uns auf, uns auf den großen Moment vorzubereiten. Ich hole meine Kamera hervor, trinke noch einen Schluck Wasser und versuche, ruhig zu atmen.

Dichter Regenwald und Morgennebel im Bwindi-Nationalpark

Drei Stunden durch den Regenwald

Während ich gehe, werden meine Fragen lauter.

Ich denke an meinen Beruf. Ich mag es, Reisen zu kreieren, zu vermarkten und zu verkaufen. Aber ich frage mich: Reicht das? Oder kann eine Reise mehr sein als ein möglichst günstig produziertes Konsumgut?

01

Aufbrechen

Ich gehe hinein in einen der artenreichsten Wälder Afrikas – neugierig, aufgewühlt und voller Erwartungen.

02

Hinterfragen

Für mich bedeutet Reisen Völkerverständigung, Freiheit, Achtsamkeit, Sinn und vor allem Natur- und Artenschutz.

03

Still werden

Dann gibt der Ranger das Zeichen. Ich senke meine Stimme. Plötzlich knacken Äste, und die Bäume beginnen sich zu bewegen.

Jan Wittwer fotografiert eine Berggorilla-Familie im Regenwald

Mein Puls rast. Uns allen stockt der Atem.

Dann sieht der Silberrücken mich an.

Nur wenige Meter vor mir sitzt er: mächtig, vollkommen ruhig, sein Mittagessen in den Händen. Er schaut direkt zu mir. In diesem Augenblick begreife ich, dass wir unser Ziel erreicht haben. Eine ganze Stunde bleibe ich am Rand seiner Familie – überwältigt von einem Gefühl, das ich bis heute kaum in Worte fassen kann.
Begegnung mit Abstand und RespektBegleitet durch RangerPermit finanziert Schutz und Nationalpark
Berggorilla im dichten Grün Ugandas

Was dieser Moment in mir auslöst

So stark. Und zugleich so schutzbedürftig.

Vor mir sitzt eine Tierart von unglaublicher Präsenz – und zugleich ein Wesen, dessen Zukunft von Schutz, Lebensraum und unserem Handeln abhängt.

Die Berggorillas machen Uganda berühmt. Gleichzeitig zeigen sie mir, wie verletzlich selbst etwas so Mächtiges sein kann. Diese Begegnung verändert mich nachhaltig.

Am Abend wird mir klar, welche Aufgabe Reisen haben kann: Menschen für Naturerlebnisse zu begeistern, ihnen einen Lebenstraum zu erfüllen und gemeinsam dazu beizutragen, die Artenvielfalt auf unserem wundervollen Planeten zu schützen.

Tourismus kann einen wesentlichen Beitrag leisten – durch Nationalparkgebühren und Permits, durch lokale Arbeitsplätze und dadurch, dass Menschen vor Ort vom Schutz ihrer Natur profitieren.

Aus einem Moment wird meine Haltung

Wofür Reisen für mich stehen muss

In Bwindi bekommen fünf Gedanken eine neue Klarheit. Sie bestimmen bis heute, warum ich Natürlich Reisen gegründet habe und wie wir Reisen gestalten.

01

Völkerverständigung

Reisen schafft Nähe, wenn Begegnungen respektvoll und auf Augenhöhe stattfinden.

02

Freiheit

Eine gute Reise lässt Raum für Entdeckung, eigenes Tempo und persönliche Interessen.

03

Achtsamkeit

Natur, Tiere und Menschen sind keine Kulisse, sondern Gastgeber, denen Respekt gebührt.

04

Sinn

Erlebnisse gewinnen an Tiefe, wenn sie nicht nur konsumiert, sondern verstanden werden.

05

Schutz

Tourismus kann Naturschutz stärken, wenn Wertschöpfung und Verantwortung zusammenkommen.

Gorilla-Trekking im grünen Bergregenwald Ugandas

Mein Entschluss in Bwindi

Ich wollte Reisen anders machen.

An diesem Abend mache ich es zu meiner Lebensaufgabe, Reisen zu entwickeln, die Menschen tief berühren – und gleichzeitig den Menschen, Tieren und Lebensräumen vor Ort etwas zurückgeben.

01

Persönlich geplant

Keine Reise von der Stange, sondern eine Route, die zu Menschen, Tempo und Interessen passt.

02

Lokal verankert

Ausgewählte Unterkünfte, Guides und Partner sorgen dafür, dass Wertschöpfung im Reiseland bleibt.

03

Schutz mitgedacht

Permits, Nationalparkgebühren und geprüfte Projekte machen Natur- und Artenschutz zum Teil der Reise.

Ich möchte für jeden Gast die passende Reise gestalten – mit großer Hingabe und mit dem Bewusstsein, dass jede Reise Wirkung hat. Aus dieser Überzeugung ist Natürlich Reisen entstanden. Zusammen sind wir Naturhelden, und gemeinsam können wir viel erreichen.

Ein Dokument, das mir viel bedeutet

Mein Gorilla-Trekking-Zertifikat

Es bestätigt eine Stunde im Regenwald. Für mich erinnert es an den Moment, in dem aus beruflicher Erfahrung eine persönliche Aufgabe wurde.

Ich sehe darin keine Trophäe. Es steht für eine Begegnung, die nur durch Schutz, Rangerarbeit und streng begrenzte Permits möglich ist – und für den Entschluss, den ich an diesem Tag gefasst habe.

Zertifikat in voller Größe ansehen →
Gorilla-Trekking-Zertifikat von Jan Wittwer aus Uganda

Vielleicht beginnt Ihre Geschichte hier

Welche Reise könnte Ihren Blick verändern?

Erleben Sie Uganda, seine Regenwälder und Berggorillas verantwortungsvoll – oder erzählen Sie uns, welche Naturbegegnung Sie schon lange bewegt.

Uganda Rundreisen entdeckenUganda Reise persönlich planen

Unverbindlich · persönlich · mit erfahrenen Afrika-Experten

ProvenExpert Empfehlung