Aufbrechen
Ich gehe hinein in einen der artenreichsten Wälder Afrikas – neugierig, aufgewühlt und voller Erwartungen.

Am 25. Oktober 2011 wusste ich noch nicht, dass eine einzige Stunde bei den Berggorillas meinen Blick auf das Reisen verändern würde – und damit meinen ganzen Lebensweg.

Von mir persönlich erzählt
Ich liebte es, Reisen zu entwickeln. Und trotzdem haderte ich im Herbst 2011 immer wieder mit meinem Beruf.
Nach drei Wochen in Ostafrika war ich voller Eindrücke – und voller Fragen. Ich hatte faszinierende Naturräume, wilde Tiere und spannende Kulturen erlebt. Aber ich war auch Armut, Wilderei und Konflikten begegnet. Diese Gegensätze ließen mich nicht los.
Was machte ich eigentlich anders als die großen Veranstalter, die Reisen wie ein Konsumgut für möglichst viele Menschen produzierten? Ich spürte, dass Reisen für mich mehr bedeuten musste. Die Antwort fand ich nicht in einem Büro. Sie wartete im Regenwald Ugandas.
25. Oktober 2011
Dann fällt es mir wieder ein – und ich springe aus dem Bett. Ich bin an einem großartigen Ort. Und heute ist ein ganz besonderer Tag: Ich soll den Berggorillas begegnen.
Um acht Uhr lichtet sich langsam der Nebel über dem Bwindi-Nationalpark. Die ersten Sonnenstrahlen fallen durch das Grün. Mit zwei Kollegen – einem Österreicher und einer Italienerin –, Rangern und Trägern breche ich auf.
Wir schlagen uns durch den Regenwald, über Höhen und Tiefen. Mal ist der Weg beschwerlich, dann wieder atemberaubend schön. So wie das Leben nun einmal ist. Fast lässt mich diese Wanderung vergessen, weshalb wir überhaupt hier sind.
Nach etwa drei Stunden bleiben wir plötzlich stehen. Ein Ranger fordert uns auf, uns auf den großen Moment vorzubereiten. Ich hole meine Kamera hervor, trinke noch einen Schluck Wasser und versuche, ruhig zu atmen.

Drei Stunden durch den Regenwald
Ich denke an meinen Beruf. Ich mag es, Reisen zu kreieren, zu vermarkten und zu verkaufen. Aber ich frage mich: Reicht das? Oder kann eine Reise mehr sein als ein möglichst günstig produziertes Konsumgut?
Ich gehe hinein in einen der artenreichsten Wälder Afrikas – neugierig, aufgewühlt und voller Erwartungen.
Für mich bedeutet Reisen Völkerverständigung, Freiheit, Achtsamkeit, Sinn und vor allem Natur- und Artenschutz.
Dann gibt der Ranger das Zeichen. Ich senke meine Stimme. Plötzlich knacken Äste, und die Bäume beginnen sich zu bewegen.

Mein Puls rast. Uns allen stockt der Atem.
Nur wenige Meter vor mir sitzt er: mächtig, vollkommen ruhig, sein Mittagessen in den Händen. Er schaut direkt zu mir. In diesem Augenblick begreife ich, dass wir unser Ziel erreicht haben. Eine ganze Stunde bleibe ich am Rand seiner Familie – überwältigt von einem Gefühl, das ich bis heute kaum in Worte fassen kann.

Was dieser Moment in mir auslöst
Vor mir sitzt eine Tierart von unglaublicher Präsenz – und zugleich ein Wesen, dessen Zukunft von Schutz, Lebensraum und unserem Handeln abhängt.
Die Berggorillas machen Uganda berühmt. Gleichzeitig zeigen sie mir, wie verletzlich selbst etwas so Mächtiges sein kann. Diese Begegnung verändert mich nachhaltig.
Am Abend wird mir klar, welche Aufgabe Reisen haben kann: Menschen für Naturerlebnisse zu begeistern, ihnen einen Lebenstraum zu erfüllen und gemeinsam dazu beizutragen, die Artenvielfalt auf unserem wundervollen Planeten zu schützen.
Tourismus kann einen wesentlichen Beitrag leisten – durch Nationalparkgebühren und Permits, durch lokale Arbeitsplätze und dadurch, dass Menschen vor Ort vom Schutz ihrer Natur profitieren.
Aus einem Moment wird meine Haltung
In Bwindi bekommen fünf Gedanken eine neue Klarheit. Sie bestimmen bis heute, warum ich Natürlich Reisen gegründet habe und wie wir Reisen gestalten.
Reisen schafft Nähe, wenn Begegnungen respektvoll und auf Augenhöhe stattfinden.
Eine gute Reise lässt Raum für Entdeckung, eigenes Tempo und persönliche Interessen.
Natur, Tiere und Menschen sind keine Kulisse, sondern Gastgeber, denen Respekt gebührt.
Erlebnisse gewinnen an Tiefe, wenn sie nicht nur konsumiert, sondern verstanden werden.
Tourismus kann Naturschutz stärken, wenn Wertschöpfung und Verantwortung zusammenkommen.

Mein Entschluss in Bwindi
An diesem Abend mache ich es zu meiner Lebensaufgabe, Reisen zu entwickeln, die Menschen tief berühren – und gleichzeitig den Menschen, Tieren und Lebensräumen vor Ort etwas zurückgeben.
Keine Reise von der Stange, sondern eine Route, die zu Menschen, Tempo und Interessen passt.
Ausgewählte Unterkünfte, Guides und Partner sorgen dafür, dass Wertschöpfung im Reiseland bleibt.
Permits, Nationalparkgebühren und geprüfte Projekte machen Natur- und Artenschutz zum Teil der Reise.
Ich möchte für jeden Gast die passende Reise gestalten – mit großer Hingabe und mit dem Bewusstsein, dass jede Reise Wirkung hat. Aus dieser Überzeugung ist Natürlich Reisen entstanden. Zusammen sind wir Naturhelden, und gemeinsam können wir viel erreichen.
Ein Dokument, das mir viel bedeutet
Es bestätigt eine Stunde im Regenwald. Für mich erinnert es an den Moment, in dem aus beruflicher Erfahrung eine persönliche Aufgabe wurde.
Ich sehe darin keine Trophäe. Es steht für eine Begegnung, die nur durch Schutz, Rangerarbeit und streng begrenzte Permits möglich ist – und für den Entschluss, den ich an diesem Tag gefasst habe.
Zertifikat in voller Größe ansehen →
Was aus meinem Entschluss geworden ist
Aus meiner persönlichen Erfahrung wurde ein Team, ein internationales Partnernetzwerk und ein wachsendes Engagement für Reisen, die Natur und Menschen ernst nehmen. Dafür bin ich bis heute dankbar.
Lernen Sie die Reiseexperten kennen, die aus Wünschen persönliche Routen entwickeln.
Zum Team → EngagementEntdecken Sie Projekte, die Natur, Arten und lokale Gemeinschaften konkret unterstützen.
Projekte ansehen → VerantwortungErfahren Sie, wie Emissionen, Reisen und Verantwortung bei Natürlich Reisen zusammen gedacht werden.
Mehr zum Klimaschutz → VersprechenWas persönliche Beratung, lokale Partner und Veranstaltersicherheit für Ihre Reise bedeuten.
Unsere Arbeitsweise →Vielleicht beginnt Ihre Geschichte hier
Erleben Sie Uganda, seine Regenwälder und Berggorillas verantwortungsvoll – oder erzählen Sie uns, welche Naturbegegnung Sie schon lange bewegt.
Unverbindlich · persönlich · mit erfahrenen Afrika-Experten
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr Informationen