Wanderurlaub auf der kapverdischen Insel Santo Antao

Die traumhafte Wanderinsel Santo Antao

Die kapverdische Insel Santo Antao gilt als die Wanderinsel der kapverdischen Inselgruppe. Uns begeisterte die landschaftliche Vielfalt dieser Insel sehr. Vom Vulkankrater, über beeindruckende Täler und eine großartige Küste bietet Santo Antao für Jedermann und Jederfrau das richtige Wandergebiet und tolle Badespots.

Vorab möchten wir dir noch ein paar Infos für die Reise auf die Kapverden geben und was man beachten sollte. Für einen Wanderurlaub auf den Kapverden empfehlen wir am besten zwischen November und Juni zu reisen. Die milderen Temperaturen sind ideal zum wandern, jedoch auch nicht zu kalt. Vor der Anreise solltet ihr checken, ob euer Reisepass noch mindestens sechs Monate gültig ist. Zudem benötigt ihr als deutscher Staatsbürger ein kostenpflichtiges Touristenvisum, jenes kann im Vorfeld für 45 EUR und direkt bei der Einreise für 25 EUR erworben werden und ist vier Wochen gültig. Beachtet auch, dass auf den Kapverden mit Kap-Verde-Escudo (CVE) bezahlt wird. Bei der Anreise auf die kapverdischen Inseln muss man mit einer Flugzeit von 6 bis 12 Sunden rechnen, je nach Flugroute und Preis. Und nun zur unserer Erfahrung von Santo Antao!

Wir besuchten im Rahmen einer Kapverden-Gruppenreise mehrere  Inseln, Santo Antao ist uns dabei in besonderer Erinnerung geblieben.

Kapverden Wandern auf Sato Antao

Fischerdörfer Ponta do Sol und Fontainhas

Diese beiden Fischerdörfer liegen wunderschön an der Küste von Santo Antao. Den Ort Ponta do Sol fuhren wir mit dem Mini-Bus direkt an und erkundeten den Ort im Rahmen eines kleinen Rundganges. Wenn du zur richtigen Zeit am Hafen erscheinst, kannst du die Fischer dabei beobachten, wie sie ihren Tagesfang abladen. Wir waren leider etwas zu spät und konnten nur noch die Straßenhunde sehen, die sich begeistert über die Überreste hermachten. Uns wurde berichtet, dass an diesem Tag ein großer Thunfisch dabei gewesen sein soll. Zudem ist die Bucht reich an Langusten.

Wir freuten uns nun noch das Dorf Fontainhas besuchen zu dürfen. Nach diesem langen Wandertag ganz bequem per Mini-Bus… hatten wir uns so gedacht – unser Fahrer war da anderer Meinung. Er weigerte sich uns über die einspurige und kurvige Küstenstraße zu den Dörfern zu fahren.
Kurz entschlossen einigten wir uns mit mehreren Mitreisenden darauf, dass wir dann eben zu Fuß zu den Dörfern laufen würden. Uns lag die Zeit bis Sonnenuntergang etwas im Nacken, aber schnellen Schrittes sollten wir es noch rechtzeitig schaffen. Hinter der ersten Kurve hörten wir plötzlich lautes Grunzen. Ob es hier wohl Wildschweine gibt? Ähm, nein. Allerdings gibt es hier Schweineställe mit Meerblick. Daher kam also das Grunzen.
Der Weg über die befestigte Küstenstraße war für unsere Füße wenig anspruchsvoll, mit grandiosen Ausblicken wurden wir dennoch ständig belohnt.

Den Aussichtspunkt auf das Dorf Fontainhas und den zugehörigen Strandabschnitt erreichten wir noch bei Tageslicht. Und natürlich entschieden wir uns noch zum Dorf hinunterzulaufen – egal ob mit oder ohne Tageslicht.
Aufgrund des engen Zeitrahmens konnten wir leider nicht viel länger Zeit vor Ort verbringen.
Die Aussichten auf die großartige Küstenlandschaft und die kleinen Dörfer machten uns in jedem Fall direkt Lust auf mehr. Es gibt auch durchaus die Möglichkeit eine große Küstenwanderung auf Santo Antao zu unternehmen. Das wäre für uns etwas für den nächsten Besuch dieser wunderschönen Wanderinsel.

Blick_Fontainhas_Santo_Antao

Natur hautnah erleben, das ist der Luxus unserer Reisen. In kleinen Gruppen von 4 bis maximal 12 Gästen oder individuell und ganz privat. Kommen Sie mit auf eine Reise auf die Kapverden. Unsere Experten beraten Sie gerne persönlich.

Wanderung Cha de Morte

Die Wanderung durchs Tal von Ribeira das Patas bis Cha de Morte ist eine weitere erlebnisreiche Wanderung auf Santo Antao.
Aufgrund der unzähligen und teilweise abenteuerlichen Serpentinen ist die Anfahrt mit dem Mini-Bus zum Startpunkt der Wanderung nur etwas für geübte Fahrer und unerschrockene Passagiere.
Zu Beginn führt der Wanderweg auf der anderen Seite des Tals ganz viele Serpentinen wieder hinauf. Als wir dort unterwegs waren zogen plötzlich tiefhängende Wolken auf. Diese regneten glücklicherweise nicht ab und verzogen sich so schnell wie sie gekommen waren.

Wie wir von unserem einheimischen Guide erfuhren, war dieser Weg für die Bewohner des Dorfes ganz lang der einzige Weg hinaus aus dem Tal. Die Straße, die wir mit dem Mini-Bus befuhren, wurde erst später gebaut.
Am höchsten Punkt des Aufstieges wurden wir mit einer grandiosen Aussicht auf das dahinter liegende Tal belohnt. Mich erinnerte diese Landschaft direkt an einen Fantasy-Film. Einfach nur WOW.
Nach dem steilen Abstieg wurden wir unten im Tal lautstark von einem Esel begrüßt. Wahrscheinlich dachte er, dass sein Besitzer aus dem vor uns liegenden Dorf vorbeikommen würde, um ihn abzuholen.
Von dort führte der Wanderweg vorerst über eine Ebene weiter. Eine Wohltat und kleine Auszeit für unsere Füße.
Zum Ende der Wanderung stand uns dann abermals ein steiler Abstieg und ganz zum Schluss noch ein gemeiner Aufstieg bevor.
Uns gefiel an dieser Wanderung besonders der oben erwähnte Blick ins Tal und die Faszination, dass so abgelegen Dörfern existieren. Das Leben dort ist sicherlich nicht so bequem wie bei uns zu Hause. Wasser müssen die Dorfbewohner in Zisternen sammeln und zudem wird regelmäßig weiteres Wasser angeliefert.

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Vulkankrater Cova Krater

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Der Cova Krater ist ein weiteres Highlight auf Santo Antao. Erreichbar ist der Krater über die alte Passstraße. Diese allein ist schon einen Besuch wert, denn sie bietet einfach wunderbare Blicke auf die grüne und pflanzenreiche Seite dieser Insel.
Am Tag unserer Wanderung lag der Krater im Nebel und der Wind pfiff frisch um unsere Ohren. Wir bewegten uns einfach schnell genug, so dass wir nicht frieren mussten.

Die örtlichen Bauern waren früh am Morgen schon fleißig und bestellten ihre im Krater gelegenen Felder oder kümmerten sich um ihr Vieh, das auf den reichhaltigen Wiesen graste.
Der Abstieg in den Krater ist sehr einfach und der Weg gut befestigt. Auf der gegenüberliegenden Seite stiefelten wir wieder hinauf, um dann den Abstieg ins Paul Tal zu wagen.
Der Nebel wurde leider dichter und dichter und wärmer wurde es auch nicht. Normalerweise hast du einen traumhaften Blick hinab ins Paul Tal. Bei uns versperrte der Nebel die Sicht.
Um ins Paul Tal zu gelangen, musst du über den steilen Wanderweg hinab gehen. Aufgrund des Nebels und der damit einhergehenden Feuchtigkeit, waren die Steine des Weges recht glitschig und wir mussten vorsichtig sein. Dennoch kamen wir zügig voran. Mit unserer Reisegruppe einigten wir uns darauf, dass jeder in seinem eigenen Tempo den Weg hinab gehen würde und wir unten aufeinander warten.

Je tiefer wir ins Tal herunterkamen, desto mehr lichtete sich der Nebel und gab die Aussicht auf das grüne Paul Tal frei. Der Weg führt vorbei an vielen Terrassen, auf denen die Bauern allerlei Pflanzen anbauen. Außerdem begegneten wir immer wieder Nutztieren, die zum Grasen angebunden am Wegesrand standen. Ein paar findige Einheimische boten am Wanderweg diverse Lebensmittel und Getränke zum Kauf an.

Weiter unten im Tal kehrten wir zum Lunch Break in einer gemütlichen Bar ein. Hier gab es Leckereien aus eigener Produktion der Inhaberin. Eine gute Grundlage für die anschließende Grogue Verkostung. Das Brennen des Zuckerrohr-Schnapses hat hier eine lange Tradition.

Wanderweg_Paul_Tal-Santo_Antao

Die Insel Santo Antao gilt nicht ohne Grund als die Wanderinsel der Kapverden. Uns gefiel insbesondere die abwechslungsreiche Landschaft. Außerdem wurden wir von den Einheimischen herzlich und freundlich in Empfang genommen. Sollten wir es nochmal auf die kapverdischen Inseln schaffen, so gehört für uns ein Besuch der Insel Santo Antao definitiv dazu!

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