Die weltweite Leopardenpopulation – ein Überblick

Leoparden - die anpassungsfähigste Großkatzen

Der Leopard gilt als die anpassungsfähigste Großkatze und kommt daher auch in einer Vielzahl von unterschiedlichen Umweltbedingungen vor. Er ist sowohl in Wäldern als auch in offenen Savannen, Bergregionen und sogar in Wüsten zu finden. In jeder dieser Regionen haben Leoparden gelernt, mit den speziellen Herausforderungen der Umgebung umzugehen. Auch die Anpassung an die verschiedenen Arten von Vegetation hat die Leoparden gelehrt, wie sie am besten jagen: In den dichten Dschungeln Afrikas nutzen sie vor allem ihren guten Hör- und Geruchssinn, um Beutetiere in dem Dickicht aufzuspüren, während sie in den offeneren Trockengebieten Südostasiens stattdessen auf ihre gute Sicht und ihre Fähigkeiten als Schleichjäger angewiesen sind, um ihre Beute zu finden. Als Spitzenprädatoren spielen sie somit eine wichtige Rolle in der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der verschiedenen Ökosysteme.

Sein gemustertes Fell ist perfekt, um sich zu tarnen. Außerdem ist er ein geschickter Kletterer und verfügt über ein enormes Sprungvermögen. Obwohl er nicht so groß wie ein Löwe oder ein Tiger ist, kann er durch seine Kraft und Geschwindigkeit problemlos auch große Beutetiere jagen und töten. Leoparden ernähren sich ausschließlich von Fleisch und sind damit reine Raubtiere. Eine einzelne Mahlzeit kann bis zu 20 kg Fleisch umfassen, die Leoparden dann oft über weite Strecken transportieren und in einen Baum hochziehen, um ihre Beute vor Fressfeinden zu schützen.

Leoparden sind Einzelgänger, die nur zur Paarungszeit zusammenkommen. Sie leben in Revieren, die je nach Nahrungsangebot unterschiedlich groß sein können. Die Weibchen sind meist territorialer als die Männchen und verteidigen ihr Revier aktiv gegen andere Artgenossinnen. Die Jungtiere verlassen das Revier der Eltern mit etwa 18 Monaten und müssen sich dann ein eigenes Territorium suchen. Leoparden werden in freier Wildbahn etwa bis zu 17 Jahre alt.

Welche Leopardenarten gibt es?

Es gibt neun Leopardenarten: den Afrikanischen Leopard, den Indischen Leopard, den Persischen Leopard, den Sri-Lanka-Leoparden, den Indochinesischen Leopard, den Chinesischen Leoparden, den Java-Leoparden, den Arabischen Leoparden und den Amur-Leoparden. Der Armurleopard ist die seltenste Unterart. Der Schwarze Panther ist keine eigene Art, sondern lediglich ein Leopard oder Jaguar mit schwarzem Fell. Der Schneeleopard zählt ebenfalls nicht zu den Leopardenarten. Er ist eine eigene Großkatzenart und ist etwas kleiner und leichter als der Leopard, jedoch zählt er zusammen mit dem Leoparden, demTiger, dem Löwen und dem Jaguar zur der Gattung der Pantherkatzen.

Wo leben Leoparden in freier Wildbahn?

Leoparden kommen in einer weiten Reihe von Lebensräumen vor, darunter Wälder, Buschland, Savannen und sogar nahe den Gebieten mit dichtem Menschenverkehr. Die Tiere sind in der Lage, sich an eine Vielzahl von Umgebungen anzupassen, daher hat er auch weltweit das größte Verbreitungsgebiet aller Rubkatzen. Leoparden sind auf allen Kontinenten mit Ausnahme von Australien und Antarktika zu finden.

Afrikanischer Leopard:

Der Afrikanische Leopard ist die häufigste Leopardenart. Er kommt in ganz Afrika vor, mit Ausnahme der Sahara. Die Tiere sind an die unterschiedlichsten Lebensräume angepasst und können in Wäldern, auf Savannen und in buschigen Gebieten leben.

Indischer Leopard:

Der Indische Leopard ist in Süd- und Zentralasien beheimatet. Er kommt in Indien, Pakistan, Nepal, Bhutan, Bangladesch und Sri Lanka vor. Die Tiere leben vor allem in Wäldern, können aber auch auf offenen Flächen überleben.

Persischer Leopard:

Der Persische Leopard ist in Zentralasien beheimatet. Er kommt in Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Afghanistan, Tadschikistan und Kirgisistan vor. Die Tiere leben vor allem in Wäldern und Bergregionen.

Sri-Lanka Leopard:

Die Sri-Lanka Leoparden sind eine Unterart des Indischen Leoparden. Sie kommen auf der gleichnamigen Insel vor und leben vor allem in den Bergen.

Indochinesischer Leopard:

Der Indochinesische Leopard ist in Südostasien beheimatet. Er kommt in Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam, Myanmar und China vor. Die Tiere leben vor allem in den Bergen und Wäldern dieser Region.

Chinesischer Leopard:

Die Chinesischen Leoparden sind eine Unterart des Indochinesischen Leoparden. Sie kommen nur in China vor und leben vor allem in den Bergen dieses Landes.

Java Leopard:

Die Java Leoparden sind eine Unterart des Indischen Leoparden. Sie kommen auf der gleichnamigen Insel in Indonesien vor und leben vor allem in den Regenwäldern dieser Region.

Arabischer Leopard:

Die Arabischen Leoparden sind eine Unterart des Persischen Leoparden. Sie kommen im Nahen Osten vor und leben vor allem in Saudi-Arabien, Kuwait, Oman und dem Irak.

Amur Leopard:

Der Amur Leopard ist die seltenste Leopardenart. Er kommt nur im Fernen Osten Russlands vor und lebt dort in den Bergen und Wäldern dieser Region.

Wie viele Leoparden gibt es weltweit?

Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz einfach. Es gibt verschiedene Schätzungen für den Gesamtbestand der Leoparden weltweit. Die meisten Schätzungen gehen jedoch von mehreren Hunderttausend Tieren aus. Die meisten dieser Tiere leben in Afrika, gefolgt von Asien. Die Populationen in beiden Kontinenten haben in den letzten Jahren jedoch stark abgenommen.

Der afrikanische Leopard ist die häufigste Unterart der Leoparden weltweit. Es gibt mehr als 700.000 Tiere in Afrika. Der indische Leopard ist die zweit häufigste Unterart und hat einen etwas geringeren Bestand als der afrikanische Leopard. Es gibt mindestens 12.000 – 14.000 Indische Leoparden weltweit. In Asien ist jedoch vor allem die Population des Amur Leoparden bedroht. Diese Tiere leben im südostasiatischen Raum und sind aufgrund von Jagd und Habitatverlust stark gefährdet. Glücklicherweise gibt es inzwischen aber wieder etwas mehr Amur Leoparden, da die Zahl der Tiere durch Schutzmaßnahmen und Aufklärungsarbeit in den letzten Jahren wieder gestiegen ist.

Bedrohung der Leopardenpopulation

Die Leopardenpopulation ist in den letzten Jahrzehnten dramatisch geschrumpft. In etwa 63 bis 75 Prozent ihres historischen Verbreitungsgebietes sind die Raubkatzen bereits ausgestorben. Seit den 1990er Jahren sind weltweit mehr als 30 Prozent des Lebensraumes der Leoparden verloren gegangen und in vielen Regionen nimmt der Lebensraumverlust weiter zu.

Der Leopard ist zwar durch das CITES-Artenschutzabkommen geschützt und der kommerzielle Handel von Leopardenprodukten ist international verboten. Dennoch werden Leoparden in Afrika und Asien gewildert, da ihre Felle, Zähne und Knochen als begehrte Handelsware für Zeremonien, Statussymbole, traditionelle Medizin oder Souvenirs gelten. Zudem werden Leoparden oftmals getötet, weil ihre Knochen in Asien in den letzten Jahren zu einer beliebten Alternative zu Tigerknochen in der Traditionellen Asiatischen Medizin geworden sind. Jedes Jahr werden allein in Afrika schon mehrere tausend Leoparden für rituelle Zwecke getötet. Hinzu kommen dann noch hunderte Tiere, die durch internationale Großwildjäger während der Sportjagd oder als Trophäen getötet werden.

Diese Bedrohungen haben zu einem starken Rückgang der Leopardenpopulationen weltweit geführt. Laut einer Schätzung der International Union for Conservation of Nature (IUCN) haben sich die Populationen von Afrika und Asien zwischen den 1970er und 2000er Jahren jeweils um mehr als 60 Prozent reduziert. In einigen Regionen ist die Population bereits so stark geschrumpft, dass das Aussterben der Art in den nächsten Jahren möglich ist.

Die Zukunft der Leoparden

Die Zukunft der Leoparden ist ungewiss. Die Populationen der Raubkatze sind zwar über viele Kontinente verstreut doch sind sie in vielen Gebieten stark bedroht. In einigen Regionen, wie zum Beispiel in einigen Gebieten in Russland und China, konnten die Leopardenpopulationen durch Schutzmaßnahmen wieder etwas stabilisiert werden. In anderen Gebieten, wie etwa in Zentralasien, sind die Populationen weiterhin rückläufig.

Die Hauptbedrohung für die Leoparden ist die Zerstörung ihres Lebensraums. Immer mehr Flächen werden für die Landwirtschaft genutzt oder versiegelt. Dadurch wird der Raum für die Leoparden immer knapper. Weite Flächen von Wald- und Buschland werden abgeholzt, um Platz für Weideflächen oder Ackerland zu schaffen. Dies bedroht nicht nur den Leoparden, sondern auch viele andere Arten von Tieren und Pflanzen, die das Ökosystem aufrecht erhalten.

Auch die Jagd auf die Tiere trägt dazu bei, dass es immer weniger Leoparden gibt. Obwohl generell Jagdverbote gelten, werden die Tiere weiterhin illegal getötet. In vielen Regionen Afrikas und Asiens wird der Leoparden gejagt, um sein Fell zu verkaufen oder um Trophäen zu sammeln. In einigen Kulturen wird das Fell des Leoparden auch als Glücksbringer angesehen und deshalb werden viele Tiere getötet, um ihr Fell zu bekommen.

Die Zukunft der Leoparden hängt davon ab, ob es uns gelingt, ihre Population zu erhalten oder sie sogar wieder aufzubauen. Dazu müssen wir Wilderei und Habitatzerstörung stoppen und den Schutz von Leoparden verbessern. Dies ist jedoch eine große Herausforderung, da es viele verschiedene Interessengruppen gibt, die alle ihre eigenen Ziele verfolgen. Es wird daher nicht einfach sein, aber es ist unbedingt notwendig, wenn wir den Leoparden retten wollen.

 

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