Abrisskante

Kolmanskop: Von Diamantenstadt zur Geisterstadt

Einst ein prosperierender Ort, heute eine Geisterstadt –

Willkommen in Kolmanskop!

Die Geschichte von Kolmanskop

Kolmanskop ist eine kleine Ortschaft in der Namib-Wüste in Namibia, die in den frühen 1900er Jahren für ihre Diamantenfunde bekannt war. Sie liegt etwa 10 Kilometer östlich der Stadt Lüderitz. Die Stadt wurde von deutschen Kolonisten unter dem Namen Kolmannskuppe gegründet und war eine der ersten deutschen Kolonialstädte im Süden Afrikas.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren Namibia und der Süden Afrikas noch weitgehend unerforscht. In den 1880er Jahren begannen jedoch immer mehr europäische Forscher, das Gebiet zu erkunden. Einer dieser Forscher war Augustus Krauss, der 1884 nach Namibia reiste und dabei auf Diamanten stieß. Krauss berichtete seine Entdeckung und sofort flogen auch andere Europäer in die Gegend, um nach Diamanten zu suchen.

Johnny Coleman war ein Nama (Volk in Namibia und Südafrika), der im Jahr 1905 in einer Düne in der Nähe von Lüderitz steckenblieb. Er wurde von einem deutschen Kolonialbeamten gerettet, musste jedoch seinen Ochsenkarren zurücklassen. Ein paar Tage später entdeckten deutsche Schürfer in der Nähe des Dorfes Lüderitz ein paar Diamanten. Sie gründeten die Kolmannskop Diamantenmining Gesellschaft und bauten die ersten Häuser in Kolmannskop. Die Stadt blühte in den 1920er Jahren als Diamantenstadt auf und es wurden Häuser im Jugendstil errichtet. Die Stadt wurde bald zu einem Zentrum der Diamantenindustrie und viele Menschen kamen in die Stadt, um ihr Glück zu suchen. Die Stadt blühte und es entstanden viele Luxusgüter, da die Menschen nun viel Geld hatten.

Kolmanskop wuchs schnell und es wurden immer mehr Häuser gebaut. Die Bewohner hatten alles, was sie brauchten: eine Bank, einen Hotel, ein Theater, eine Schule und sogar einen Golfplatz. Die Menschen lebten in Luxus und Reichtum, aber alles sollte sich bald ändern.

Im Jahr 1914 brach der Erste Weltkrieg aus und die Deutschen verloren ihre Kolonien in Südwestafrika. Kolmannskop wurde verlassen und die Gebäude verfallen lassen. Heute ist die Stadt nur noch eine Ruine, aber sie ist immer noch ein beeindruckender Anblick.

Doch die Diamantenvorkommen gingen bald zur Neige und so musste die Stadt Kolmanskop ihre Pforten schließen. Heute ist die Stadt eine Ruine, aber sie ist immer noch ein beliebtes Touristenziel, da sie einzigartig ist und eine spannende Geschichte hat.

Die Gründe für den Niedergang der Stadt

Kolmannskop galt einst als die reichste Stadt Afrikas. Allerdings war sie eine Stadt, die auf dem Reichtum der Diamantenindustrie fußte und damit von Beginn an ein vorbestimmtes Schicksal hatte. Die Diamanten, die den Reichtum der Stadt begründeten, waren nur eine begrenzte Ressource. Sobald diese erschöpft waren, hörte auch der Wohlstand der Stadt auf. Hinzu kam, dass der Ort isoliert in der Wüste lag und es daher keinen anderen Wirtschaftszweig gab, auf den die Bewohner hätten aufbauen können. So stand Kolmannskuppe nach dem Ende des Diamantenabbaus vor dem Nichts und die Bewohner mussten sich eine neue Existenz aufbauen. Als die naheliegenden Felder abgebaut waren, zog sich die Industrie immer weiter nach Süden Richtung Elisabethbucht und Pomona. Die Bewohner Kolmannskops verließen schließlich einer nach dem anderen die Stadt.

In den 1960er Jahren verließen auch die letzten Bewohner die Stadt, womit sie volkommen der Wüste überlassen wurde. Ein Großteil der Schuleinrichtungen, Sportgeräte, Möbel in den Häusern, sowie eine vollständige Kegelbahn u.ä. wurden zurückgelassen, wodurch über die Jahre hinweg die heutige Geisterstadt entstand.

Wie es heute in Kolmanskop aussieht

Kolmanskop ist eine Geisterstadt in Namibia. Vor hundert Jahren war es eine blühende Diamantenstadt, doch heute ist es nur noch ein Schatten seiner selbst. Die Gebäude sind von Sand überwuchert und die Einwohner sind längst verschwunden.

Kolmanskop ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass die Natur eine unglaublich mächtige Kraft ist. Sie kann ganze Städte überrennen und alles zurückerobern, was einmal Menschen gehört hat.

In den letzten Jahrzehnten ist die Wüste immer weiter in die Stadt vorgedrungen. Sanddünen haben Häuser und Straßen überrannt und alles verschluckt. Heute ist Kolmanskop neine Geisterstadt – ein atemberaubendes Beispiel für die Macht der Natur.

Doch Kolmanskop hat auch heute noch etwas Faszinierendes an sich. Es ist, als wäre man in einer anderen Zeit gelandet und man kann sich gut vorstellen, wie es hier früher ausgesehen haben muss.

Warum die Geisterstadt ein beliebtes Touristenziel ist

Heute ist Kolmanskop eine beliebte Touristenattraktion, die Besucher aus aller Welt anzieht. Die einst prächtigen Gebäude sind mittlerweile von Sand bedeckt und haben eine ganz eigene, mystische Atmosphäre. Fotografen kommen hierher, um die Geisterstadt in ihrer ganzen Pracht mit ihrer Kamera einzufangen.

Doch Kolmanskop ist nicht nur wegen seiner Fotogenie ein beliebtes Touristenziel. Die Stadt bietet auch Einblicke in die deutsche Kolonialgeschichte Namibias und die Lebensweise der früheren Bewohner. In den Gebäuden kann man noch immer Möbel und andere Gegenstände finden, die von den früheren Bewohnern zurückgelassen wurden. Diese sind heute ein wertvolles Zeugnis der Geschichte der Stadt und ihrer Bevölkerung.

Insgesamt ist Kolmanskop ein faszinierendes Ort, der sowohl Fotografen als auch Geschichtsinteressierte anzieht. Die Stadt ist ein beeindruckendes Beispiel für die Macht des Wüstenwindes und die Vergänglichkeit menschlicher Errungenschaften.

Besuch der Museumsstadt Kolmanskop

Durch den Schutz der Wüste Namibias ist der Zerfall der Stadt nur gering vorangeschritten, sodass sie als Museumsstadt für Touristen hergerichtet werden konnte. Die Geisterstadt (Ghost Town) kann täglich in einer Führung um 9:30 oder 11:00 Uhr besichtigt werden oder auf eigene Faust während der Öffnungszeiten von 9:00 bis 13:00 Uhr. Der Eintritt kostet 65 N$. Um Fotos machen oder die Stadt auch Nachmittags besuchen zu können, kann man auch ein Fotopermit für 220 N$ erwerben.

Neben der Touristischen Attraktion wird Kolmanskop auch gerne als Filmkulisse verwendet. Zu den Filmen, die in Kolmanskop gedreht wurden, gehört „The King is Alive“ oder „Destination Truth“. Auf einer Namibia-Rundreise ist diese Sehenswürdigkeit ein Muss!

Fazit – Zauber der Wüste und Vergänglichkeit erleben


Kolmanskop zählt zu den eindrucksvollsten Geisterstädten der Welt: In den 1910er-Jahren lebten hier über 300 Deutsche und rund 800 einheimische Arbeiter, die dank des Diamantenbooms zeitweise zu den wohlhabendsten Gemeinschaften Afrikas gehörten. Heute füllen bis zu 5 m hohe Sandmassen ehemalige Wohnhäuser, Krankenstationen und das legendäre Kasino – ein weltweit einzigartiges Beispiel dafür, wie schnell Natur verlorene Orte zurückerobert. Geführte Touren zeigen historische Maschinen, Wohnräume der Kolonialzeit und spektakuläre Fotomotive im Morgenlicht. Eine Namibia Individualreise ermöglicht den Besuch dieses surrealen Wüstenlabyrinths als intensiven Höhepunkt einer Rundtour.

 

FAQ: Die 10 häufigsten Fragen und Antworten zu einem Besuch der Geisterstadt Kolmanskop

Kolmanskop wurde Anfang des 20. Jahrhunderts durch Diamantenfunde reich, verfiel jedoch nach dem Boom und wurde vollständig der Wüste überlassen. Heute dringen Sandmassen bis zu mehrere Meter hoch in die Gebäude ein. Diese Kombination macht Kolmanskop zu einem einzigartigen Fotomotiv und Zeitzeugnis.

Ein bis zwei Stunden reichen aus, um die wichtigsten Gebäude zu erkunden. Für Fotografen empfiehlt sich mehr Zeit, besonders am frühen Morgen. Dann ist das Licht besonders atmosphärisch.

Der frühe Morgen bietet warme Farben, lange Schatten und eindrucksvolle Kontraste. Auch die Sandstrukturen sind dann unberührt und besonders fotogen. Viele Profifotografen planen ihre Kolmanskop-Besuche gezielt zum Sonnenaufgang.

Ja, täglich finden informative Führungen statt, die spannende Details zur Diamantgeschichte, alten Technik und dem Alltag der Bewohner vermitteln. Wer eine organisierte Reise bevorzugt, kann Kolmanskop problemlos im Rahmen einer Namibia Gruppenreise besuchen. Dadurch entfällt jede Planung und der Eintritt ist oft bereits inkludiert.

Für professionelle Fotos oder besondere Lichtzeiten wird ein erweitertes Foto- oder Permit-Ticket benötigt. Standardbesucher können jedoch ohne Zusatzkosten fotografieren. Die Regeln werden vor Ort klar kommuniziert.

Kolmanskop liegt etwa 10 Minuten von Lüderitz entfernt und ist über eine gut ausgebaute Straße leicht erreichbar. Die Lage macht es ideal als Zwischenstopp oder Halbtagesausflug. Viele Reisende kombinieren den Besuch mit Lüderitz und dem Diaz Point.

Ja, Kinder finden die sandgefüllten Räume besonders spannend. Eltern sollten jedoch auf unebene Böden und offene Durchgänge achten. Die Atmosphäre ist faszinierend, aber sicherheitsbewusste Begleitung ist wichtig.

Am Eingang befinden sich Toiletten, ein kleines Café und ein Souvenirshop. Innerhalb der Geisterstadt selbst gibt es keine Versorgung. Ausreichend Wasser sollte daher mitgebracht werden.

Die Wege sind gut begehbar, jedoch liegen in vielen Räumen tiefe Sandfelder. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Für Rollstuhlfahrer ist der Zugang eingeschränkt.

Ja, denn Kolmanskop verbindet Geschichte, Architektur und Wüstenmomente in einmaliger Form. Die Verschmelzung von Gebäuden und Natur findet sich kaum an einem anderen Ort der Welt. Selbst erfahrene Namibia-Reisende zählen Kolmanskop zu ihren Highlights.

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