Galapagosinseln – Traumhaftes Reiseziel in Ecuador

Einzigartiges Naturparadies

Die Galapagos-Inseln sind eines der letzten natürlichen Paradiese der heutigen Zeit. Der Archipel liegt ca. 1000 Kilometer vor der ecuadorianischen Küste im Pazifik und befindet sich fast genau auf dem Äquator. Die Inselgruppe bildet die gleichnamige Provinz Galápagos und gehört, mit der Hauptstadt Puerto Baquerizo Moreno, zum Land Ecuador. Die Galapagos-Inseln bestehen aus 13 Hauptinseln und hunderten kleiner Felse und Eilande. Bewohnt sind nur die Galápagos-Inseln Santa Cruz, San Cristóbal, Isabela, Baltra und Floreana. Der Name Galapagos bezieht sich auf den Schildkrötenpanzer der auf den Inseln wohnenden Galapagos-Riesenschildkröte.
Die Galapagosinseln befinden sich im Einflussbereich zweier gewaltiger Meeresströmungen, die das Leben auf den Inseln stark beeinträchtigen. Aus der Antarktis kommt der Humboldt-Strom und mit seiner eiskalten und nährstoffreichen Strömung beherrscht er eine Hälfte des Jahres das Leben auf den Galapagos-Inseln. In der anderen Jahreshälfte dominiert der, aus Mittelamerika kommende, warme Panama-Strom das Geschehen und beschert der Insel ergiebige Schauer.

Galapagosinseln, Ecuador.

Labor der Evolution

Als sich die Galapagosinseln vor ein paar Millionen Jahren vor der Küste Ecuadors im Pazifik bildeten, entstand ein zunächst völlig einsames Habitat. Über das Meer fanden im Laufe der Zeit viele Tier- und Pflanzenarten ihren Weg auf die Inseln und konnten sich dank ihrer Anpassungsfähigkeit ihren neuen Lebensbedingungen angleichen. Der Archipel wird auch als „Labor der Evolution“ beschrieben, da die Tiere und Pflanzen so vielfältig sind und in so vielen verschiedenen Stadien ihrer Entwicklung, auf so einem kleinen Lebensraum, anzutreffen sind. Viele Spezies auf dem Inseln sind verwandt mit denen auf dem Festland, haben sich aber im Laufe der Zeit durch die Isolation auf den Inseln den neuen Lebensbedingungen angepasst und so zu neuen Spezies entwickelt. Die Vielfältigkeit der endemischen Tier- und Pflanzenarten, macht die Galapagos-Inseln zu einem besonders einmaligen Ort auf der Welt.

Daher ist die einzigartige Flora und Fauna des Archipels besonders schützenswert und gehört seit 1978 zum Weltnaturerbe der UNESCO. Durchgeführt wird der Schutz vom Nationalpark der Galapagosinseln. Durch die immer größere Beliebtheit bei Touristen und den Fischfang, sowie der landwirtschaftlichen Nutzung der Inseln ist das Naturparadies allerdings leider in Gefahr. Zum Schutze der bedrohten Tier- und Pflanzenarten wurde nahezu die gesamte Fläche des Archipels und des Meeres um die Galapagos-Inseln unter Naturschutz gestellt. Im Frühjahr 2022 wurde das Meeresschutzgebiet um 60.000 km2 erweitert und umfasst jetzt eine gesamt Größe von etwa 200.000 km2, damit ist es das zweitgrößte Meeresschutzgebiet der Welt. Doch auch die Natur selbst ist eine Gefahr für die vielen Arten, beispielsweise ist der Vulkan „Wolf“ auf der Insel Isabela vor kurzem eruptiert. Besorgniserregend ist dies vor allem, da der Vulkan erst vor 7 Jahren zuletzt ausgebrochen war. Durch den neuen Ausbruch sind die rosafarbenen Leguane, die an den Hängen des Vulkans leben, sehr bedroht. Von Ihnen gibt es seit letzter Zählung nur noch 211 Exemplare.

Natur hautnah erleben, das ist der Luxus unserer Reisen. In kleinen Gruppen von 4 bis maximal 12 Gästen oder individuell und ganz privat. Kommen Sie mit auf eine Reise auf die Galapagosinseln. Unsere Experten beraten Sie gerne persönlich.

Die Meerechse

Als Charles Darwin auf seiner Reise die Galapagosinseln erkundete, war er von der Vielfältigkeit der Pflanzen und Tiere und deren unterschiedlichen Entwicklung beeindruckt. Sie inspirierten ihn zu seinem Buch über die „Entstehung der Arten“.

Ein Beispiel für die Anpassungsfähigkeit der Natur ist die Meerechse. Die größte Kolonie der Meerechsen befindet sich auf der Insel Fernandina. Sie kamen wahrscheinlich vor Millionen von Jahren mit dem Panama-Strom vom Festland zu den Inseln. Bei ihrer Ankunft fanden die Tiere auf den Inseln wegen der kargen Landschaft keine Nahrung. Wegen des großen Angebots an nahrhaften Grün-Algen vor der Küste, lernten die Echsen das tauchen. Sie sind die einzigen Echsen die das heutzutage können. Zur Zeit des Panama-Stroms müssen die Meerechsen und viele weitere Meeresbewohner des Archipels hungern. Die warme Strömung aus Mittelamerika bietet zu wenig Nährstoffe für die Algen zum Wachsen. Wer kann wandert ab. Während im Meer Mangel herrscht, beschert der Panama-Strom auf der Inselgruppe viel Regen und das Land beginnt zu blühen. Im Hochwald speichern die Wälder das Wasser und selbst die Lavahänge ergrünen. Doch für die Meerechse kommt es noch schlimmer. Im Ozean herrscht nicht nur Nahrungsmangel, der Panama-Strom verwandelt den Pazifik in eine Waschmaschine. Bei ihrem Tauchgang auf der Suche nach Nahrung, kann die Meerechse bis zu 3 Minuten die Luft anhalten. Mit ihren Krallen hält sie sich gegen die Strömung an den Felsen fest. Kurz bevor sie keine Kraft mehr hat beginnt sie aufzutauchen und mobilisiert ihre letzten Kräfte für den Kampf gegen die Brandung. Die Auslese ist groß, nicht alle sind stark genug um sich aus den reißenden Wellen zu befreien. Eine weitere Plage für die Meerechsen sind die Fliegen, die versuchen an das Wasser zwischen den Schuppen zu kommen. Jedoch haben die Meeresechsen an Land einen Verbündeten. Die Lava-Echse, die sich auch neu auf die Gegebenheiten der Galapagos-Inseln einstellen musste, ernährt sich von den Insekten. Dafür lassen die Meerechsen ihre kleineren Verwandten über sich hin und her klettern. Mit dem kalten und nährstoffreichen Humboldt-Strom steigt das Nahrungsangebot wieder in die Höhe und der Archipel wirkt wie ein Paradies für die endemische Meerechse.

Die Galapagos-Riesenschildkröte

Das wohl bekannteste Tier des Galapagos-Archipels ist wohl die Galapagos-Riesenschildkröte. Die Unterarten leben sowohl auf den größeren Inseln, sowie auf den kleineren Inseln. Auf den größeren Inseln leben sie in den regenfeuchten höheren Regionen und auf den flachen kleinen Inseln, mit heißen und trockenem Wetter, leben sie über die Inseln verteilt. Der Lebensraum der Uhrzeitreptilien erstreckt sich über das küstennahe Tiefland bis zu den tropischen Wäldern mit dichtem Unterwuchs in den höheren Regionen, wobei die Weibchen sich gerne in den wärmeren Küstengebieten aufhalten, in denen die Jungtiere am besten aufwachsen können. Näherverwandt sind die Galapagos-Riesenschildkröten mit der Landschildkröte aus Südamerika, wobei eine Theorie erklärt, dass die Tiere mit angeschwemmten Treibgut auf die Galapagos-Inseln kamen.
Während der Zeit von Juni bis November legen die Weibchen ihre 4-17 Eier in den wärmeren Küstengebieten ab. Zweihundertfünfzig Tage nach der Eiablage beginnen die Baby-Schildkröten zu schlüpfen. Etwa einen Monat können die Baby-Schildkröten, dann noch in der Nisthöhle überleben. Gewöhnlich nach einem Regen graben sich alle Schildkröten-Babys gemeinsam an die Oberfläche. Die Jungtiere wiegen ca. 60-100 g und wachsen im Erwachsenenalter auf eine Gewicht von bis zu 400 kg an. Ihre Panzerlänge wird um einen Meter lang, je nach Geschlecht und ob sie in der Natur oder unter menschlicher Zucht aufwachsen. Bekannt sind die Galapagos-Riesenschildkröten für ihre große Lebenserwartung von 100 bis 150 Jahren. Harriet, eine Galapagos-Schildkröte im australischen Zoo, starb 2006 im Alter von 176 Jahren und wurde angeblich von Charles Darwin gefangen. Leider gelten die Galapagos-Riesenschildkröten als gefährdet und stehen heutzutage unter Artenschutz. Die Charles Darwin Research Station auf Santa Cruz hat inzwischen tausende Jungtiere herangezogen und ausgewildert, um die Population zu stabilisieren. Eine Gefahr stellen jedoch immer noch die nicht-heimischen Tiere und Pflanzen da. Die Eier und Jungtiere der Schildkröten fallen zum Beispiel Hunde, Katzen und Ratten zum Opfer und die nicht-heimischen Pflanzen verdrängen die heimischen Pflanzen und so die Nahrungsgrundlage für die Riesenschildkröten.

 

Galapagos tortoise Geochelone nigra Galapagos Islands

Sechs Tierarten, die auf den Galapagos-Archipel heimisch sind

Die Füße des Blaufußtölpel sind nicht nur blau, sondern auch sehr gut durchblutet. Mit ihrer kleinen Fußheizung wärmen sie ihre Eier.

Der Galapagos-Pinguin ist mit 1.200 Individuen die seltenste und auch bedrohteste Pinguinart.

Der verspielte Galapagos-Seelöwe ist nur eins der vier Säugetier-Spezies auf dem pazifischen Archipel.

Als Bestäuber für viele Pflanzen, ist die endemische Bienenart ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems.

Durch seine zurückgebildeten Flügel, können die Galapagos-Kormorane nicht mehr fliegen. Dafür haben sie sich zu ausgezeichneten Schwimmern entwickelt und kommen so viel besser an ihre Beute.

Der zu den Drusenköpfen gehörende Santa-Fe-Landleguan ernährt sich vegetarisch und auch gerne mal von den fleischigen Früchten der Kakteen.

Die Flora des pazifischen Archipels

Die weitreichende und außerordentliche Flora des Galapagos Archipels hat sich durch die Isolation vom Festland komplett eigenständig entwickelt. Die Vegetation kann in drei Zonen unterschieden werden. Im Bereich der Küste leben vor allem Pflanzen, die auch im Salzwasser überleben können. Ein Beispiel dafür sind die Mangrovenwälder mit ihren ausgefallenen Luftwurzeln. Das Mangrove-Ökosystem fungiert als Kindergarten für den Nachwuchs der Fische und bietet ihnen Schutz vor Feinden. Die größtenteils von Kakteengewächsen besiedelten Gebiete sind sehr trocken und nur wenige Pflanzen leben hier, jedoch können auch andere Gewächse außer Kakteen, wie verschiedene Arten von Sträuchern, in dieser Zone überleben. Vögel und Reptilien ernähren sich von den Früchten der Kakteen und helfen so dabei die Samen der Pflanzen zu verteilen. Auf ein paar der Inseln findet man Feuchtzonen, wo unter anderem Moose und Orchideen wachsen. Häufig gibt es farbenprächtige Bäume, Blumen und Sträucher zu sehen. Die auf den Galapagosinseln endemische Baumgattung Scalesia findet man auch in dieser Vegetationszone, dessen Vorfahre das Gänseblümchen ist.
Über die Flora der Galapagos-Inseln ist noch spannend zu wissen: Die Flora der Galapagos-Inseln ist „disharmonisch“ gegenüber der „harmonischen“ Flora des Festlandes. Auf dem Archipel fehlten z.B. Palmen und Nadelbäume. Beeindruckend ist, dass diese freien ökologischen Nischen von anderen, wie der Opuntia echios (ein Kakteengewächs) oder der Scalesia (Nachfahre des Gänseblümchens), besetzt wurden.

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