Tourismus auf Bali führt zu Wasserknappheit auf der indonesischen Insel

Tourismus auf Bali führt zu Wasserknappheit auf der indonesischen Insel

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Wasserknappheit

  Durch die vielen Touristen entsteht ein erhöhter Bedarf an Wasser in den Ferienunterkünften auf der gesamten Insel. Jahrzehntelang wurden durch den Tourismus die Wasserreserven übernutzt. Die Regierung hat gegen diese Problematik lange nichts unternommen, wie aus einer Studie der Akademikerin Stroma Cole hervorgeht. Stroma Cole doziert über Tourismusgeographie an der University of the West of England. Sie war früher Vorstandsvorsitzende von Tourism Concern, einer NGO, die sich für den ethischen Tourismus in der ganzen Welt einsetzt. In der Studie hat sie über mehrere Monate die Auswirkungen der Wasserübernutzung in Bali untersucht. Sie stellte fest, dass es bereits zu massiven sozialen Konflikten und Umweltproblemen gekommen ist. Die Ergebnisse ihrer Studie fasste sie in dem Buch "A Political Ecology of Water Equity and Tourism – A Case Study from Bali" zusammen. Reisen auf Bali - Wasserknappheit  

Tourismus und Wasser in Bali

  Etwa ein Viertel der Balineser ist im Tourismus tätig und durch die Branche werden etwa 50 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gedeckt. Der Tourismus ist für die Insel demnach unverzichtbar. Für den Tourismus ist Wasser eine wichtige und gleichzeitig knappe Ressource. Dennoch muss festgestellt werden, dass in dieser Branche Wasser vielfach verschwendet bzw. übermäßig verwendet wird. 65 Prozent des verfügbaren Wassers in Bali wird durch den Tourismus verbraucht. Stroma Cole sagt dazu: "In vielen Tourismusdestinationen, darunter Bali, hat die Wasserversorgung einen kritischen Punkt erreicht, und der Tourismus hat massive Auswirkungen auf das hydro-ökologische System". Bedingt durch politische, umweltbedingte und gesellschaftliche Faktoren kommt es zu einer ungerechten Verteilung des Wassers. Für den Tourismus wird Wasser aus unterschiedlichen Branchen abgezweigt, unter anderem aus der für die Einheimischen essentiell wichtigen Landwirtschaft. Besonders die Reisbauern der Insel sind hart vom Wassermangel betroffen. Das hat erhebliche Konsequenzen: Durch die Wasserübernutzung sinkt der Grundwasserspiegel. Dadurch wiederum sinkt der Boden ab und Salzwasser dringt in das Grundwasser ein. Die Folge ist eine Verschlechterung der Wasserqualität. Die Einheimischen, insbesondere die armen Bevölkerungsgruppen, spüren den Wassermangel am deutlichsten. Ihnen fehlt es tatsächlich an ausreichendem Trinkwasser, das durch die Tourismusindustrie einfach verschwendet wird. Viele Balineser haben keinen adäquaten Zugang zu Trink- und Nutzwasser.   Indonesien Reisen auf Bali  

Konsequenzen für die Zukunft Balis

  Die Tourismusindustrie boomt und es entstehen immer mehr Hotelanlagen auf sehr hohem Niveau. "Zusätzlicher Druck entsteht durch den Wasserbedarf für das immer variantenreichere und ausgeklügelte Angebot der Tourismusanlagen, die den Wünschen ihrer wohlhabenden und anspruchsvollen Kundschaft mit Luxus-Spas, Villen mit eigenem Pool und Whirlpools nachkommen", so Cole. Um eine lebenswerte Zukunft für die Insel und deren Bevölkerung zu gewährleisten, muss ein politisches Umdenken erfolgen. Touristen selber können ihren Beitrag leisten, indem sie ihren Wasserverbrauch minimieren und einmal mehr darüber nachdenken, wie sie das Wasser verwenden. Nicht nur auf Reisen durch Indonesien ist ein schonender Umgang mit den Ressourcen ratsam. In vielen Ländern in Afrika oder Asien stehen die Menschen vor ähnlichen Problemen. Ein fairer und respektvoller Umgang mit Natur und Kultur ist daher unabdingbar! Wenn Sie Fragen zum nachhaltigen Reisen haben kontaktieren Sie uns bitte.
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