Schutz des Klimas und der Biodiversität in Äthiopien - Neues Nabu Projekt

Schutz des Klimas und der Biodiversität in Äthiopien – Neues Nabu Projekt

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NABU startet Projekt zum Schutz des Klimas und der Biodiversität in Äthiopien

  Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) hat im Kafa-Biosphärenreservat in Äthiopien ein neues Projekt gestartet. Ziel ist der Schutz und die Erhaltung der letzten Wildkaffeewälder im Südwesten des Landes unter Einbeziehung der Regionalentwicklung. Zudem soll damit das einzigartige Feuchtgebiet erhalten werden. Bereits zuvor hatte der NABU ein erfolgreiches Projekt in dieser Region initiiert. Das neue Projekt wird gefördert durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Es ist auf drei Jahre angelegt und wird mit einem Budget von etwa 2,5 Millionen Euro finanziert. Äthiopien gilt als eines der wichtigsten Genzentren der Welt und ist zudem eines der artenreichsten Länder in Afrika. Rund 300 Säugetierarten, etwa 300 Vogel-, 244 Pflanzen- und mehr als 110 verschiedene Gehölzarten sind in Äthiopien beheimatet. Die wertvollen Ökosysteme der Bergnebelwälder und die einzigartige Natur sind zunehmend durch menschliche Einflüsse gefährdet. Durch Übernutzung und Klimawandel sind die natürlichen Lebensräume massiv bedroht. Ohne Gegenmaßnahmen, wie die des NABU, würden laut Studien die Bergwälder des Kafa-Biosphärenreservats innerhalb von etwa 100 bis 200 Jahren verschwinden. Nachhaltig Reisen in Äthiopien Der NABU hat sich bereits in der Vergangenheit in einem Vier-Jahres-Projekt für die Wiederherstellung und den nachhaltigen Schutz der afromanten Bergnebelwälder sowie der Feuchtgebiete im Kafa-Biosphärenreservat eingesetzt. Und dies mit Erfolg. Das Gebiet wurde im Jahr 2010 unter anderem durch die Unterstützung des NABU zum UNESCO-Biosphärenreservat ernannt. An die vorherigen Maßnahmen anknüpfend startete im Februar 2014 ein darauf aufbauendes Projekt. Es trägt den Titel „Biodiversität im Klimawandel: Gemeindebasierte Schutz-, Management- und Entwicklungskonzepte für die Ursprungsregion des Wildkaffees“.  

Zusammenspiel von Klima- und Biodiversitätsschutz mit Regionalentwicklung

  Bisherige Maßnahmen, wie die Wiederaufforstung des Regenwaldes und die nachhaltige Waldnutzung in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, werden fortgeführt. Hinzu kommen neue Aspekte wie der Schutz der Artenvielfalt, die Stärkung von aktivem und integrativem Gemeindemanagement sowie die nachhaltige Entwicklung der Region. Ein Fokus liegt auf der zukunftsbasierten Entwicklung von Handwerk, Ökotourismus und Regionalprodukten. Bildung steht ebenfalls im Vordergrund, insbesondere die von Kindern und Jugendlichen, um der Bevölkerung bessere Zukunftsaussichten zu ermöglichen. Svane Bender-Kaphengst, Leiterin des NABU-Afrikaprogramms, sagt dazu: „Indem das Projekt Klima- und Biodiversitätsschutz mit Regionalentwicklung verbindet, wird die lokale Bevölkerung dabei unterstützt, selbstständig einen langfristigen Schutz der Natur und der natürlichen Lebensgrundlagen zu gewährleisten.“ Das ursprüngliche Äthiopien auf einer Rundreise erleben   Im Rahmen des Ökotourismus können Besucher aus aller Welt die Wildkaffeewälder besuchen und die artenreiche Flora und Fauna bestaunen. Die Kaffeeernte findet ab Ende Oktober bis in den November hinein statt. Zu dieser Zeit können die Kaffeepflücker bei ihrer traditionellen Arbeit begleitet werden, um mehr über den Prozess der Kaffeeernte zu lernen.  

9. April 2014
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