Bhutan will erster Öko-Staat weltweit werden

Bhutan will erster Öko-Staat weltweit werden

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Ökologisch angebaute Lebensmittel auf Bhutan-Reisen

  Die politischen Parteien des Himalaya-Königreichs haben sich im Rahmen des Gross National Happiness Programme darauf geeinigt, auf chemische Dünger und Pestizide bei der Lebensmittelproduktion in Bhutan zu verzichten. Der Landwirtschaftsminister Lyonpo Yeshe Dorje und der frühere Landwirtschaftsminister und jetzige Oppositionsführer Pema Gyamtsho sagen, es gibt ein gemeinsames Engagement, um das Land von chemischen Düngemitteln und Pestiziden zu befreien.  

Bis 2020 könnte Bhutan den zertifizierten Öko-Status erreichen

  Es wurde kein formeller Zeitrahmen festgelegt, jedoch gehen beide Politiker davon aus, dass das Ziel bereits in Sicht ist. Es müssen jedoch natürliche Lösungen gefunden werden, um auf den Schädlings-und Krankheitsbefall von Nutzpflanzen reagieren zu können. Um die Suche nach geeigneten natürlichen Mitteln voranzutreiben, hat Bhutan weltweit Experten aus der Bio-Landwirtschaft zu Rate gezogen. Unter Voraussetzung der effektiven und natürlichen Bekämpfung von Schädlingsbefall und Pflanzenkrankheiten kann das Ziel des Öko-Staats bereits in fünf bis zehn Jahren erreicht werden. Schon jetzt werden auf freiwilliger Basis rund 70 % der Lebensmittel ohne den Einsatz von Chemikalien angebaut. Dies hat oft den einfachen Grund, dass Bauern in manchen Regionen aus finanziellen und logistischen Gründen keine Möglichkeit haben, an chemische Düngemittel oder Pestizide zu kommen. Traditionelle ökologische Anbaumethoden sind daher häufig zwangsläufig in Bhutan.   Bhutan - Reisen - Öko-Staat Die Regierung des Landes muss das Vorhaben der Öko-Zertifizierung aktiv unterstützen. Die Vorteile der ökologischen Landwirtschaft überwiegen die dadurch entstehenden Kosten. Davon müssen die Landwirte überzeugt werden und freiwillig auf den Einsatz von chemischen Mitteln verzichten. Problematisch ist, dass viele Bauern befürchten, dass ihre Einnahmen durch den ökologischen Landbau zurückgehen, da Ernteerträge kleiner ausfallen könnten. Im Export werden die Landwirte kaum konkurrenzfähig sein, insbesondere hinsichtlich der Nachbarländer Indien und China. Wie sich jedoch zeigt, wirken sich chemische Mittel langfristig auf die Qualität des Bodens aus. Kurzfristig sind die Erträge durch den Einsatz von Chemikalien höher und der Arbeitsaufwand geringer. Langfristig jedoch leiden die Böden und damit auch die Rendite.  

Positives Image auch für nachhaltige Tourismusentwicklung

  Der Status eines Öko-Staates kann sich nachhaltig positiv auf das Image des asiatischen Landes auswirken. Als Vorbild für andere Nationen und nicht zuletzt als nachhaltiges Reiseziel könnte Bhutan in seinem Ansehen weltweit steigen. Aus diesem Grund muss die Mentalität der Landwirte hin zu ökologischem Anbau geändert werden.   Damit die Produkte aus Bhutan auch als Bio-Produkte zertifiziert werden können, muss es entsprechende Testlabors und Zertifizierungsstellen geben. Insbesondere als Qualitätsmerkmal für den Export sind entsprechende Prüfstellen notwendig. Zunächst liegt der Fokus zwar auf der Produktion für das eigene Land, jedoch könnten ökologisch produzierte Lebensmittel aus Bhutan auch für den Export interessant sein. Ein gewisses Risiko bleibt für das Land, denn die komplette Fokussierung auf ein 100%-Bio-Land birgt die Gefahren von Ernteausfällen, die sich auf die gesamte Bevölkerung auswirken könnten.
28. Mai 2014
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